OBEDIENCE

 

Nach einer eineinhalbjährigen Erprobungsphase gibt es seit Juli 2002 eine VDH anerkannte Prüfungsordnung für alle Menschen, die gerne mit ihren gut ausgebildeten, freudig und konzentriert arbeitenden Hunden um Punkte und Schleifen wetteifern wollen. Und das können sie auf unzähligen Wettkämpfen, bis hin zu jährlich stattfindenden Deutschen, Europa- und sogar Weltmeisterschaften.

Die ganz eigene Stimmung eines Obedience-Wettkampfes fällt jedem Zuschauer sofort auf: die harmonische Arbeit im Team, die häufig wortlose Verständigung zwischen Mensch und Hund, die eine tiefe Wertschätzung der Arbeit des Hundes durch den Führer zur Grundlage hat, uneingeschränktes Vertrauen auf der Seite des Vierbeiners und von beiden eine sichtbare Freude an der Zusammenarbeit erfordert. Dazu gehrt, dass der Hundeführer nicht selbstständig arbeiten darf. Jede Wendung, z.B. beim Bei-Fuß-Gehen, wird von einem Ringsteward genau so angesagt wie jedes Halt und jeder Gangartwechsel. Und gelobt werden darf erst, wenn es heißt „Übung beendet“.

Und dann gibt es den Vorführring, die Markierungshütchen, die Richter, die erzielten Punkte sofort nach dem Ende der Übung anzeigen und vor allem natürlich die spektakulären Übungen wie den Richtungsapport (das zu apportierende Holz wird ausgelost) oder die Distanzkontrolle, das Abrufen mit Steh und Platz oder das Voransenden mit Richtungsanweisung.

Die im PSK gezüchteten Rassen sind von Anfang an dabei und werden immer auch auf Deutschen Meisterschaften geführt. Neben den Riesen kommen mehr und mehr auch die Schnauzer, die Pinscher und die Zwerge in die FCI Klasse, und nachdem internationale Wettkämpfe inzwischen schon ab Klasse 1 möglich sind, kann sich der Austausch mit dem europäischen Ausland fruchtbar weiterentwickeln. Die Deutsche Meisterschaft des PSK ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu einem ersprießlichen Miteinander von Zucht und Sport.

Angela Borkhardt